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Brennholz richtig lagern und anfeuern

Wissen · Lagern & Anfeuern

Richtig lagern, richtig anfeuern

Gutes Holz falsch gelagert wird schlechtes Holz. Und selbst trockenes Holz verschenkt Wärme, wenn es von unten angezündet wird. Beides lässt sich in einer Stunde ändern.

Wie lange muss Holz trocknen?

Die Trocknung beginnt erst, wenn das Holz gespalten ist. Ungespaltene Rundlinge trocknen über die Stirnseiten kaum – die Rinde hält das Wasser fest.

Nadelholz1 Jahr

Fichte, Kiefer – gespalten, luftig gestapelt, überdacht.

Weiches Laubholz1–2 Jahre

Birke, Erle, Pappel.

Hartes Laubholz2–3 Jahre

Buche, Eiche, Esche. Eiche braucht am längsten.

Die fünf Regeln des Stapels

  • Sonne und Wind, nicht Regen. Ein Dach oder eine Plane, die nur oben aufliegt – niemals eine Plane bis zum Boden, darunter schwitzt das Holz.
  • Abstand zum Boden. Paletten oder Kanthölzer unterlegen, damit Luft von unten durchzieht und keine Feuchtigkeit aufsteigt.
  • Abstand zur Wand. Mindestens zehn Zentimeter, besser mehr. Direkt an der Hauswand trocknet nur die Vorderseite.
  • Stirnseiten frei. Über die Schnittflächen verdunstet der größte Teil des Wassers. Sie gehören nach außen, nicht nach innen.
  • Nicht im Keller. Kellerluft ist feucht und steht. Holz nimmt dort Wasser wieder auf, statt es abzugeben.

Der häufigste Fehler

Eine blaue Plane, rundherum bis zum Boden gezogen. Sie hält den Regen ab – und schließt gleichzeitig die Feuchtigkeit ein, die aus dem Holz austreten müsste. Nach zwei Jahren unter so einer Plane ist Holz oft feuchter als am ersten Tag, und häufig verpilzt.

Von oben anzünden

Die meisten Menschen zünden ihr Feuer von unten an, weil man es so gelernt hat. Von oben angezündet brennt dasselbe Holz sauberer, ruhiger und mit deutlich weniger Rauch: Die aufsteigenden Gase müssen die Flamme passieren und verbrennen mit, statt ungenutzt in den Schornstein zu ziehen.

So geht es

  • Zwei bis drei größere Scheite unten in den Brennraum legen, Rinde nach unten.
  • Darauf eine Lage kleinerer Scheite, quer zur unteren Lage.
  • Ganz oben ein Häufchen dünnes Anmachholz und einen Anzünder aus Holzwolle und Wachs.
  • Luftzufuhr ganz öffnen, anzünden, Tür anlehnen, nach zwei Minuten schließen.
  • Erst wenn die Flamme ruhig steht, die Luftzufuhr auf Normalbetrieb zurücknehmen.

Woran Sie sehen, dass es stimmt

  • Aus dem Schornstein steigt fast nichts Sichtbares außer Wasserdampf bei kaltem Wetter.
  • Die Scheibe bleibt klar, auch nach mehreren Stunden.
  • Die Asche ist hell und fein, nicht schwarz und klumpig.